Meine Lieben, ich weiß, wie frustriert Ihr seid hieromentan nichts neues zu sehen und zu erfahren.
Ich habe mir letzte Woche das Bein gebrochen und bin ans Bett (bzw. Sofa) gefesselt. Seitdem verbringe ich 4-5 Stunden taeglich am Computer: plane meine neue Karriere als Web-Designer und durchforste und bearbeite die etwa 8000 Fotos der letzten 4,5 Monate.
Außerdem habe ich beschlossen einen Newsletter zu verfassen und zu versenden, sobald sich hier was tut. Wer benachrichtigt werden moechte, hinterlasst mir bitte hier seine/ihre Email-Adresse oder schickt mir eine Mail an meine Email-Adresse.
Ich beeil mich. Tausend Kuesse!
Meine Lieben, vier Wochen sins um und ich kann nur sagen: Wahnsinn!!! Nie haette ich geglaubt, dass es so wunderbar sein koennte, nichts anders zutun, als sich die Welt an zu schauen. Einziger Wehrmutstropfen ist das Fliegen. Wir verpessten die Umwelt auf eine viel zu erschwingliche Art & Weise und werden gerade auf der anderen Seite der Welt zunehmend mit den Auswirkungen konfrontiert: kaum noch Wasser und fuerchterliche Braende im Sueden, massive Ueberflutungen im Norden, nun heissester Winter in Sydney und jetzt erst die blutroten Sandstuerme ueber ganz NSW. Zudem muss auch ich als absolut leidenschaftlicher Flieger sagen, dass es echt anstrengend ist sich regelmaessig in den eisernen Vogel zu quetschen, die mechanischen und digitalen Uhren dem Ankunftsland anzupassen und nach der naechsten Waschmaschine Ausicht zu halten. Jedoch, was wir in den bisherigen Wochen alles erleben durften macht mich zum dankbaren Egoisten.
Ich verspreche aber auch mein moeglichtes zu tun, um unsere Umwelt zu schuetzen und werde mein „carbon footprint“ ueber das naechste Jahr massiv verringern. Ich hoffe hier auf die Absolution meiner Schwester… Die Zeit mich zu melden und hier zu schreiben ist und bleibt knapp auf dieser Reise aber ich werde versuchen so oft wie moeglich verbale Updates zu geben. Fotos folgen spaeter und darauf koennt Ihr Euch freuen – die Welt ist wundervoll…
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Nicht ganz, aber fast. Meine Lieben, Mo und ich haben am 1. September Adelaide verlassen und sind nach Singapur geflogen. Spannende und extrem pulsierende Stadt, aber viel zu heiss (31-36 Grad C), viel zu feucht (68-89% Luftfeutigkeit) und fuer meinen Geschmack zu viele wuselnde Menschen.
Deswegen haben wir am 5. September eine Faehre nach Bintan genommen, einer indonesischen Insel vor Singapur. Zwei Tage Strand, Schlafen und Nichts-Tun waren herrlich nach dem ganz grausilgen Umziehen (Details folgen zu einem spaeteren Zeitpunkt).
Am 7./8. September sind wir dann nach London geflogen, wo ich gerade meinen Kaffee trinke um dann spaeter zu Mo’s Nanna (Oma!) nach Brighton zu fahren. Er wird runter radeln (120km), ich nehme bequem und sicher den Zug.
Am Sonntag geht es mit einem 24 Stuendigen Zwischenstop in Muenchen (Verzeiht, wenn ich da warscheinlich niemanden sehen werde ausser meiner Schwester) nach ISrael. Wir werden 2 Wochen durch das Land reisen und uns all die beruehmten Staedte und Orte anschauen, nach Petra, der Steinstadt in Jordanien fahren und natuerlich im Toten Meer baden. Am 28. oder 29. September bis zum 3. Oktober kommen wir dann nach Muenchen um kraeftig mit Euch auf der Wiesn zu feiern. Suche auf diesem Weg noch eine Lederhose fuer Mo (1,90m, 90kg) – ich habe naemlich mein Dirndl dabei..
Danach fahren wir fuer 6 Tage nach Malaga, dann wieder einen Tag Zwischenstop in London und dann gehts nach LA, San Francisco, Las VEgas, Grand Canyon, Pheonix & Santa Barbara. Mo fliegt dann nach Neuseeland zum radeln und ich fliege ueber London nach Istanbul (Ende Oktober). Am 7. November komme ich dann in der Frueh wieder in Muenchen an und muss erst wieder am 12. November ueber Wien nach Adelaide fliegen. Bitte verplant mich wie ihr lustig seid, will Euch alle sehen und brauche nur einen Nachmittag um mich um Papierkram und Post kuemmern muss.
So siehts aus. Etwas weniger als 80 Tage aber genauso spannend hoffe ich! Alles Liebe und eine dicke Umarmung.
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Skifahren in Australien. Mich haben alle gewarnt, ich solle nicht erwarten was ich von daheim gewohnt bin. Und alle waren davon überzeugt, dass ich ein Super Skier sein müsste. Rückblickend auf diese 5 Tage kann ich sagen: Es ist anders! Der Schnee ist besser, das Wetter war (und das passiert wohl nur einmal alle 10 Jahre) bis auf einen Tag extrem mies, die Pisten sind sehr schön, die Lifte extrem veraltet, die Preise lassen sich mit denen in Europa messen und ich war ein besserer Skifahrer – allerdings nur gemessen an Mo…
Jedem, dem sich die Möglichkeit bietet, dem rate ich dieses Erlebnis zu genießen. Du verlässt Sydney in einen leichten langärmeligen Shirt und tauchst ein in das tiefste Wintermärchen mit Eukalyptusbäumen, Jägermeister und Glühwein. Und dann wieder zurück. Ich weiß, ich beklage mich oft und gerade im Moment, aber ich glaube auch, dass ich das unglaubliche Glück habe in einem der aufregensten Länder der Welt zu leben. Seht die Eindrücke hier. Weiterlesen »
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Manchmal geht mir der Stadt wahnsinnig auf die Nerven. Sie erstreckt sich in fast jede Richtung 50km ins Landesinnere und es ist fast unmöglich für ein paar Stunden dem Grossstadttrubel und dem Blick auf die Hochhäuser zu entrinnen. Deswegen habe ich an diesem Sonntag beschlossen, dass wir das Beste aus unsere (Geografischen) Lage machen und uns auf Wanderung begeben: mit dem Bus zur Fähre am Circular Quay, dann mit der Fähre nach Manly (andere Seite der Brücke). Von Manly walkt man 7km durch einen National Park zum „Spit“. Zum Ende haben wir noch Freunde von Mo besucht, die dort in der Nähe wohnen – und es war uns beiden klar: Es ist wichtig dem Großstadt-Dschungel ab und an zu entrinnen. Aber die Gegend war so langweilig, dass wir beschlossen haben, so weit muss es nun auch nicht sein… Weiterlesen »
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Ich weiß ja nicht, ob Ihr’s wusstet, aber ich bin Mitglied der Australischen Zoo’s. Das bedeutet: keine Eintritsgebühren für mich, wann und wo auch immer ich die nationalen Zoos besuchen möchte. Momentan ist es der Adelaide Zoo, der hoch im Kurs steht, da er der einzige ist auf der südlichen Halbkugel ist, der mit dieser vom Aussterben bedrohten Art aufwarten kann. Sydney’s Zoo, Tarronga Zoo, ist aber auch nicht zu verachten – bei diesem Besuch war der kleine Elefant nur ein paar Tage alt und darüber hinaus möchte man bei dieser Aussicht doch auch fast Giraffe hier sein…
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Die meisten haben sie wohl für verrückt gehalten, als Bärbel beschloss in ziemlich schwangeren Zustand für 5 Tage nach Sydney zu kommen. Sie nicht und ich auch nicht! Es war wunderschön, und da ich am Vortag ihrer Ankunft ja eh gekündigt worden war, konnte ich mir einen Tag frei nehmen und noch mehr Zeit mit ihr verbringen. Bärbel, Du hast es genau richtig gemacht und ihr anderen: lasst Euch davon inspirieren. Es muessen nicht immer drei Wochen sein, um die Schönheit unseres Landes hier zu genießen. Sydney ist immer eine Reise wert! Und ich bin ja auch noch hier…
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Es ist genau ein Jahr her, dass ich nach Sydney gekommen bin. Und, ich habe den dritten Freitag leider nicht überstanden und meinen Job verloren. Was so alles in einem Jahr geschehen kann ist schon unglaublich. Weiterlesen »
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Ich möchte mich entschuldigen, dass ich mich nicht melde gerade.
Wieder zurück in Sydney haben mich ein paar unschöne Dinge erwartet, die gerade meine ganze Kraft und Zeit in Anspruch nehmen: mein Job steht auf der Kippe. Jede Woche aufs neue. Der Druck ist enorm und ich wünsche niemanden diese Situation. Du strengst Dich an und bekommst gesagt, schaun wir mal, ob ich Dich nach Freitag noch beschäftigen kann. Zwei Freitage habe ich schon überstanden. Morgen ist der nächste… Wenn ich meine Job verliere, verliere ich auch die Aufenthaltsgenehmigung. Mir bleiben vier Wochen etwas neues zu finden, was, wie Ihr Euch vorstellen könnt, nicht das einfachste gerade ist. Weiterlesen »
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Liebe, liebe Freunde,
meine Zeit in Europa ist vorbei. Es ist Zeit wieder Heim zu fahren, auch wenn ich mir in keinster weise sicher bin, dass das fuer mich Sydney bedeutet. Die Zeit hier in meinen angestammten Gefilden war ueberwaeltigend – anstrengend, aufregend, unerwartet, ueberwaeltigend und unbeschreiblich wichtig aber auch verstoerend. Weiterlesen »
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Unsere letzte Etappe. Und man mag es kaum glauben, es hat nicht einen Tag geregnet. Allerdings gab’s am ersten Tag U-Bahn Streik, was uns dazu verdonnerte, einen ganzen Tag durch die Stadt zu wandern. Auch gut. Und ich finde, ich mache mich ganz gut in dieser Stadt, auch wenn ich nicht sicher bin, ob mir das Ganze doch etwas zu groß und wusselig ist. Bilder hier… Weiterlesen »
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Noch schnell, schnell am vorletzten Abend unseres Urlaubs sind wir nach Cambridge zu Mo’s Cousine und ihrer Familie gefahren. Eine traumhafte Stadt, und sollte es mich irgendwann zurück nach Europa verschlagen und sollte ich dann in England wohnen, dann wird es sicherlich dort sein. Aber seht selbst oder besser, fahrt selbst einmal dort hin. Für Euch ist es ja etwas näher als für mich…
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Vor etwa 16 Jahren war ich das letzte Mal in Brighton und umgebung gewesen. Damals stand der zweite Pier noch – heute ist er nur noch eine Ruine. Das erste Zusammentreffen mit Mo’s Vater war gut. Ein witziger, unkomplizierter Mensch ohne Ladehemmungen. Auch seine Oma, die wir zum Lunch trafen ist ein Goldschatz. So, wie man sich eine Oma eben vorstellt. Lieb, alles verzeihend und mit einer großartigen Umarmung.
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Malaga war für uns leider nur ein kurzer Abstecher, bevor unser Flieger wieder nach London ging. Eine wunderschöne Stadt mit traumhaften Cafe’s, einem schönen (wenn auch nicht dem schönsten) Picasso Museum, Historie und Kultur und wunderbaren Geschäften. Alle großartigen City-Fotos stammen von besagtem Russel, da uns leider die Zeit ausging. Aber wir werden wiederkommen…
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Hätte mir ein Mensch vorher gesagt, was für eine Wanderung das wird, dann wäre ich niemals Teil dieser Truppe geworden. Nicht dass es besonders steil war. Auch die Hitze war an manchen Stellen definitiv vernachlässigungswürdig. Nein, es war der Fakt, dass es an den Geröllhängen oft überhaupt keinen Weg gab und man sich langsam vortasten musste, wenn man nicht durch einen losen Stein verursacht in den Tod stürzen wollte. Und ich übertreiben nicht viel!!!
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Tagesausflug nach Tariffa, dem Surfmekka. Dann hatten wir noch einen super Blick auf Gibraltar und am Abend einen original Tapas Abend, super Feuerwerk und Cocktails am Strand. Das einzige was nervig war, war unser Freund Russel, der ständig und überall Fotos machen musste – zum Glück, sonst könnte ich Euch von diesen Tag nur ein Drittel der Eindrücke hier preisgeben.
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Was gibt es besseres als einen verkaterten Morgen am Strand auszuschlafen? Danach gab’s einen Bummel durch den Parkplatz von Marbella (nichts für mich aber für Autoliebhaber ist’s wohl wie ein Museum der Superklasse), einen Sangria am Hafen und dann Pizza auf Mo’s Mutter Julie’s Dachterasse. Die letzten Bilder dieses Tages stammen von einer Full moon Party irgendwo am Strand. Wunderschön. Und wunderbar warm…
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Am nächsten Tag ging es unter vielen Tränen und Zweifeln nach Spanien. Mo’s Bruder Sol feierte seinen 31. Geburtstag. Ich war übernächtigt, hatte das Gefühl mit niemanden genug Zeit verbracht zu haben und wollte nicht wieder weg. Bis Köln habe ich geweint, und dann wurde ich irgendwann sehr müde. In Malaga angekommen haben wir uns einen Mietwagen genommen und sind nach Marbella, wo der größte Teil von Mo’s Familie lebt. Die haben mich so lieb aufgenommen, so dass der Abend doch noch ein ganz schöner wurde. Nur nicht für Sol – sehr selbst…
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Ich weiß, ich war nicht gerade gesprächig die letzten Wochen, die ich nun wieder in diesem Lande bin. Brauchte Zeit für mich, musste überlegen, was und wohin ich will, planen, wie es weitergeht. Keine Ahnung, wie viele von Euch schon wissen, dass wir Sydney vorrübergehend verlassen.